Chemie leistet zentrale Beiträge zur Elektromobilität
Technologieführerschaft für den Industriestandort Deutschland sichern
Am 3. Mai haben Bundeskanzlerin Merkel und Vertreter aus Industrie und Wissenschaft offiziell die Nationale Plattform Elektromobilität ins Leben gerufen. Ziel der Plattform ist es, das Auto der Zukunft zu entwickeln und hierfür dem Industriestandort Deutschland die Technologieführerschaft zu sichern. Das Auto der Zukunft besteht aus Leichtbaustoffen und fährt mit einem Elektromotor, die ihre Energie aus Lithium-Ionen-Batterien oder Brennstoffzellen beziehen. Die Chemie liefert grundlegende Komponenten für diese neuen Technologien.
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Chemiebranche als „exposed sector“ anerkennen
EU-Emissionshandel: Internationale Wettbewerbsfähigkeit sicherstellen
Die EU-Emissionshandelsrichtlinie für die Zeit nach 2012 wurde vom Europäischen Rat offiziell verabschiedet. Die Richtlinie lässt an vielen Stellen offen, was an Belastungen auf die Chemische Industrie zukommen wird. Klarheit wird erst bei weiteren Verhandlungen in den nächsten Monaten und Jahren erreicht werden. Der größte Teil der Chemieanlagen muss am Emissionshandel teilnehmen. Unter allen Industriezweigen hat die Chemie den höchsten Energiebedarf, und sie steht unter hohem internationalem Wettbewerbsdruck. Daher fordert sie, dass ihre Anlagenbetreiber die Zertifikate unentgeltlich erhalten. Entscheidend dafür ist, dass die Chemiebranche weitgehend als „exposed sector“ anerkannt wird.
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Wertschöpfungskette für den Klimaschutz
Effektiver Klimaschutz geht nur mit den energieintensiven Industrien
Wirksamer Klimaschutz funktioniert nur mit den energieintensiven Industrien. Sie stehen am Anfang der Wertschöpfungskette und liefern mit Stahl, Aluminium, Kupfer und Zink, Kunst- und Baustoffen, Zement, Glas und Papier wichtige Grundstoffe für die gesamte Industrie. Nur mit diesen Grundstoffen lassen sich Windkrafträder, Elektroautos oder Niedrigenergiehäuser herstellen. Die Bundesregierung darf die energieintensiven Industrien deshalb nicht für ihre Klimaschutzziele aufs Spiel setzen.
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Chemiebranche ist Klimaschützer
Klimaschutzabkommen darf europäische Chemie nicht einseitig belasten
Chemieprodukte tragen schon heute zum Klimaschutz bei: über ihren Lebensweg sparen sie mehr als zweimal so viele Treibhausgase ein wie sie bei ihrer Produktion verursachen. In der Produktion selbst hat die Chemie in Deutschland ihre Treibhausgas-Emissionen seit 1990 um über 36 Prozent gesenkt. Ein internationales Klimaschutzabkommen darf die europäische Chemie deshalb nicht noch mehr einseitig belasten. EU und Bundesregierung müssen dafür sorgen, dass die energieintensiven Industrien auch nach einem Abkommen mit ihrer Innovationskraft zum Klimaschutz beitragen und wachsen können.
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Europäische Kommission vertagt die Entscheidung über Klimaziele
Europa muss die Zukunft seiner Industrie sichern
In der Mitteilung der Europäischen Kommission zu den Klimaschutzzielen sieht der VCI keinen Grund zur Entwarnung. Die Entscheidung sei vielmehr nur vertagt. VCI-Hauptgeschäftsführer Dr. Utz Tillmann sagte: „Die Kommission hält sich weiter die Möglichkeit für ein einseitiges 30-Prozent-Ziel offen. Solche Zusagen ohne ein weltweites Klimaschutzabkommen wären schädlich für die europäische Wirtschaft und ein Bärendienst für das Klima. Europa muss die Zukunft seiner Industrie sichern, deren Produkte wir gerade für den Klimaschutz dringend brauchen“, mahnte Tillmann.
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Faltblatt
Chemieprodukte schützen das Klima
Viele Chemieprodukte sparen viel mehr Treibhausgase ein als bei ihrer Produktion entstehen. Als Dämmmaterial halten sie Häuser warm und den Öl- oder Gasverbrauch niedrig. Kunststoffbauteile im Automobil verringern das Fahrzeuggewicht und damit den Spritverbauch. Und Stoffe aus der Chemie bringen die Energiesparlampe erst zum Leuchten. Auch für viele energiesparende Zukunftstechnologien wie Organische Licht emittierende Dioden, Biosprit aus Pflanzenresten oder die Elektromobilität ist die Chemie mit ihrem Know-how wichtiger Wegbereiter.
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ICCA-Studie „Innovations for Greenhouse Gas Reductions“
Treibhausgasbilanz macht deutlich: Chemieprodukte helfen beim Klimaschutz
Chemieprodukte sparen über ihre Lebenszeit mehr als doppelt so viele Treibhausgase ein wie ihre Herstellung verursacht. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die der Weltchemieverband ICCA im Juli 2009 veröffentlicht hat. Damit liegt erstmals ein wissenschaftlich solides Zahlenwerk vor, um die weltweite Treibhausgas-Bilanz der Chemieindustrie zu darzustellen. Keine andere Branche hat bisher eine vergleichbare Studie aufgestellt.
| ICCA-Studie englisch |
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Klimakonferenz in Kopenhagen
Erwartungen der Energieintensiven Industrien an ein Klimaschutzabkommen
Die Branchen Baustoffe, Chemie, Glas, NE-Metalle, Papier und Stahl haben in den vergangenen Jahren erheblich in energieeffiziente und emissionsmindernde Produktionstechniken investiert. Damit haben sie im internationalen Vergleich große Vorleistungen für den Klimaschutz erbracht. Für die energieintensiven Industrien ist es deshalb wichtig, dass ein internationales Klimaschutzabkommen weltweit zu gleichen Kostenbelastungen für die im Wettbewerb stehenden Unternehmen führt.
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Speicherung und Verwertung von CO2
Vermeidung von Treibhausgasen hat Priorität
CO2 zu speichern oder stofflich zu verwerten wird zurzeit als eine ergänzende Möglichkeit zum Klimaschutz lebhaft diskutiert. Aus Sicht der chemischen Industrie müssen die Maßnahmen zur Vermeidung von Treibhausgasen jedoch klare Priorität haben. Alle Ansätze zur Vermeidung von Treibhausgasen sowie zur Speicherung oder stofflichen Verwertung von CO2 lassen sich nur mit der Chemie realisieren. Die Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V. (Dechema) und der VCI haben zur „Speicherung und Verwertung von CO2“ ein gemeinsames Positionspapier erarbeitet. Dieses wird von einem wissenschaftlichen Diskussionspapier der Dechema ergänzt.
zum Dechema-VCI-Positionspapier
Selbstverpflichtung
Chemische Industrie senkt Treibhausgase um 36 Prozent
Die deutsche Chemieindustrie hat sich frühzeitig mit den Themen Energieeffizienz und Klimaschutz auseinander gesetzt. Schon 1996 hat sie sich dazu verpflichtet, den Ausstoß von Treibhausgasen deutlich zu senken. Mit Erfolg: Bisher hat sie ihre Treibhausgase um 36 Prozent reduziert. Bis 2012 wird die Chemieindustrie die CO2- und N2O-Emissionen um 45 Prozent senken. Grundlage ist die erweiterte Selbstverpflichtung aus dem Jahr 2000.
Zur Selbstverpflichtung
Stromsteuer
Entlastungsregeln müssen 2013 fortgeführt werden
Wettbewerbsfähige Preise für Strom sind für stromintensive Industrien überlebenswichtig. Dies hat der Gesetzgeber bei der öklogischen Steuerreform 1998 berücksichtigt und die Belastung mit einem ermäßigten Steuersatz und dem Spitzenausgleich begrenzt. Bedingung dafür war von Beginn an, dass die deutsche Wirtschaft ihre Ziele aus der Klimaschutzselbstverpflichtung erreicht. Derzeit wird diskutiert, unter welchen Bedingungen der verminderte Steuersatz und der Spitzenausgleich nach 2012 verlängert werden können. Für die internationale Wettbewerbsfähigkeit der stromintensiven Industrie in Deutschland ist es wichtig, dass sie auch in Zukunft entlastet wird. Insbesondere für die Planungssicherheit ist es notwendig, dass schon jetzt ein Modell für eine Anschlussregelung erarbeitet wird.
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Energiepolitik ist Standortfaktor
Ein energiepolitisches Konzept muss für niedrigere Energiepreise sorgen
Die Chemieindustrie hat einen hohen Energiebedarf. Im internationalen Wettbewerb sind die Energiepreise deshalb ein wichtiger Faktor. Deutschland hat die zweithöchsten Preise für Industriestrom in Europa. Ursache sind der mangelnde Wettbewerb auf dem Energieversorgungsmarkt und staatliche Auflagen. Sie machen ein Viertel der Energiepreise aus. Deutschland braucht deshalb ein energiepolitisches Konzept, das für niedrigere Energiepreise, Versorgungssicherheit und Klimaschutz gleichermaßen sorgt.
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Bilanzierungsregeln im Gasmarkt
Gutachten zum Gasverbrauch in privaten Haushalten
Das Ende 2008 in Kraft getretene Modell der Ausgleichsleistungen und Bilanzierungsregeln im Gasmarkt benachteiligt Industriekunden gegenüber privaten Haushalten erheblich. Strafzahlungen für Abweichungen zwischen eingespeisten und entnommenen Gasmengen gelten nur für Industriekunden. Im Ergebnis steigen für sie die Gaspreise. Ein Gutachten der Unternehmensberatung KEMA Consulting im Auftrag des VCI, des Verbandes der industriellen Kraftwirtschaft (VIK) und der Industriepark Wolfgang GmbH hat die Abweichungen zwischen prognostizierten und tatsächlichem Verbrauch bei Haushaltskunden untersucht. Das Gutachten bildet die Grundlage für einen Vergleich der finanziellen Belastungen der verschiedenen Kundengruppen.
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Rohstoffbasis der Chemie
Forschung und Entwicklung sind der Schlüssel für nachwachsende Rohstoffe
Die Chemie benötigt eine sichere und wettbewerbsfähige Rohstoffversorgung. Wichtigste Rohstoffquelle wird auf absehbare Zeit Erdöl bleiben. Noch lassen sich die meisten Produkte aus technischen und wirtschaftlichen Gründen nicht aus nachwachsenden Rohstoffen herstellen. Deshalb sind Forschung und Entwicklung der Schlüssel dafür, um die Rohstoffbasis der chemischen Industrie zu erweitern und nachwachsende Rohstoffe stärker einzusetzen. Das Aktionsprogramm der Bundesregierung geht in die richtige Richtung.
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Positionspapier und Kolloquium ’Rohstoffbasis im Wandel’
Rohstoffbasis der chemischen Industrie wird in Zukunft breiter
Die chemische Industrie wird ihre Rohstoffversorgung in Zukunft auf eine breitere Basis stellen und dadurch ihre Abhängigkeit vom Erdöl reduzieren. Das ist eine Kernaussage des Positionspapiers „Rohstoffbasis im Wandel“, das die Chemieorganisationen GDCh, DECHEMA, DGMK und VCI gemeinsam erarbeitet haben. Damit der Rohstoffwandel gelingen kann, sehen die Autoren auch die Politik in der Pflicht: Diese müsse die Forschung besser fördern und die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen.
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| Rohstoffbasis - English Version |
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Energieversorgung der Zukunft
Chemie treibt die Energieforschung voran
Durch Fortschritte in der Chemieforschung kann in den nächsten 20 Jahren der Primärenergiebedarf in Deutschland zu einem Fünftel gedeckt werden. Dies kann durch Energiesparen und durch neue Ressourcen erreicht werden. Das ist das Fazit des Positionspapiers „Energieversorgung der Zukunft – der Beitrag der Chemie: Eine quantitative Potenzialanalyse“, das die deutschen Chemieorganisationen im November 2009 in Frankfurt vorgestellt haben.
zur Langfassung
Beispiele zur aktuellen Energieforschung
Wie Windräder mehr Strom erzeugen.
Größere Windräder gewinnen mehr Energie. Größer darf aber nicht mehr Gewicht bedeuten, weil sonst die Rotorblätter brechen.
Durch Carbon Nanotubes aus der Chemie werden Materialien leichter, stabiler und belastbarer. Darum können künftig größere Windräder gebaut werden.
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